Duke Nukem: Land of the Babes - Review

Ich habe neulich eine Raspberry Pi 3B+, die noch ohne Funktion bei mir rumlagt, zu einer Retro Konsole umfunktioniert. Dazu habe ich die RetroArch Linux Distribution Lakka eingesetzt.

Als Kind der 90er und mit einer PSOne, das kleine weiße Ding mit den abgerundeten Ecken, hab ich erst mal meine PlayStation Bibliothek ausgegraben. Zusätzlich habe ich mich auch mal auf die Suche begeben, welche Titel eigentlich damals nur Exklusiv für die PlayStation erschienen sind. Denn oft sind ide Versionen für andere Plattformen umfangreicher oder einfach nur hübscher, also warum dann auf der PSX spielen?

Eines dieser Spiele sind Duke Nukem: Time to Kill und Duke Nukem: Land of the Babes. Um letzteres soll es in diesem Beitrag gehen.

Duke Nukem: Land of the Babes Logo

Gespielt wird das ganze nicht nur via RetroArch und PCSX ReARMed, sondern auch mit meinen originalen DualShock 2 Controllern über einen PlayStation-zu-USB Adapter.

Die PSOne funktioniert übrigens noch einwandfrei. Leider fehlt mir ein SCAT zu HDMI Konverter ...

Erster Eindruck

Allgemein betrachtet kam Duke Nukem: Land of the Babes, damals nicht so gut an, mit einem Metacritic Wert von gerade einmal 37 von 100. Auch andere Portale wie AllGame 1,5 von 5, GameSpot 6,2 von 10, IGN mit 4 von 10 und andere, bewerten das Spiel eher schlecht. Das hät mich aber nicht davon ab trotzdem mir das Spiel zu Gemüte zu führen.

Als Fan der Duke Nukem Reihe, auch wenn ein solcher Charakter und so ein Spiel heutzutage wohl gecancelt werden würde, muss sagen, so miserabel ist es auch nicht. Klar die Steuerung ist etwas klobig, selbst für 2001er Verhältnisse, und es hat eher den Charme eines platten Tomb Raiders mit Duke Nukem in der Hauptrolle, aber sonst ganz okay.

Den Vorgänger, Time to Kill habe ich allerdings noch nicht gespielt, dieser hat deutlich bessere Bewertungen. Vielleicht ganz gut dass ich mit dem schwächeren Teil der Reihe angefangen habe.

Die Story ist halt, wie üblich für Duke Nukem, Platt, schlechte Wortwitze und nicht besonders Intelligent. Aber die Serie hatte nie den Anspruch besonders hochtrabende Geschichten zu erzählen oder politisch Korrekt zu sein. Wie gesagt, in 2026, würde das Spiel vermutlich gecancelt werden, als Frauen verachtend und mit toxischer Männlichkeit beschimpft. Letztendlich, wer Duke Nukem spielt, erwartet auch Duke Nukem und dass cliche erfüllt das Spiel nun mal voll und ganz.

Duke Nukem: Land of the Babes - Hauptmenü

Ursprünglich sollte das Spiel wohl Planet of the Babes als Untertitel bekommen. Angeblich, gab es aber einen Rechtsstreit mit den Rechteinhabern von Planets of the Apes, die fanden, der Name sei zu nah an ihrem Film. Hinzu kam dann noch, das die Mutanten im Spiel auch noch Affenhybriden sind. Von offizieller Seite her heißt es zwar, der Name und das Setting sei nicht als Anspielung auf Planet er Affen gedacht gewesen, aber der Titel wurde dennoch geändert.

Optik und Levelgestaltung

Optisch, ist es halt ein PlayStation Spiel. kantige Figuren, Pixelige Texturen, wabernde Geometrie, verzerrte Texturen. Eben das normale PlayStation Erlebnis auf Grund der Hardware die damals eben verbaut wurde. Ohne floating Point Units, ohne affine Texture mapping und ohne Z-Buffer wenig verwunderlich.

Intern wurde das Spiel Duke Raider getauft, das kann ich nur bestätigen, denn es hat doch sehr starke Ähnlichkeiten mit dem aller ersten Tomb Raider. Sogar manche der Animationen unseres Protagonisten sind fast identisch. Kann man aber dem Entwickler nicht verdenken, Tomb Raider kam nun mal sehr gut an, nicht nur wegen Lara, also denke ich.

Alles in allem ein Third-Person Platformer mit Duke Nukem und einer Menge Schießerei finde ich auf jeden Fall gut.

Duke Nukem: Land of the Babes - VBW Bunker

Genau dass macht Duke Nukem hier ganz gut nach. Die Level sind trotz allem echt chic gestaltet und fühlen sich tatsächlich recht "organisch" an, wenn man das so sagen kann. Soll heißen, ich hatte bisher zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, es Wiederholt sich alles. Oder dass man immer wieder das Selbe nur in einer Anderen Umgebung macht.

Ich musste in manchen Abschnitten sogar manchmal echt lange Suchen bis ich den Weg gefunden habe. Vermutlich aber eine Degeneration meiner selbst durch "moderne" Spiele und ihre endlos vielen Missionsmarkierungen. So was, gibt es hier nicht. Man muss sich seinen Weg selber Suchen. Nicht mal eine Minimap gibt es. Das finde ich tatsächlich sogar ganz gut. So ist man mehr dazu getrieben sich die Karte auch anzuschauen, statt einfach nur durch zu laufen.

Auch hat jedes Level seine ganz eigene "Lösung". Zwar gibt es immer einen Ausgang, der in das nächste Level führt, aber der Weg dahin ist immer anders gestaltet. Es sind nicht immer Schlüsselkarten erforderlich um Türen zu öffnen. So wie es noch in Duke Nukem 3D oder dem Klassiker Doom, Gang und Gebe war. Kommt zwar auch vor, aber nicht so häufig. Das finde ich sehr positiv.

Mal muss man Klettern um in einen Kontrollraum zu gelangen, um dort einen Knopf zu drücken, der einen Kran bewegt, so dass man andern Orts weiter kommt. Mal einen Bösewicht, vom Himmel holen, oder eine Feueraxt finden um ein abgestürztes Raumschiff zu knacken und die darin befindliche Person zu retten. Alles in allem Recht kreativ.

Deutsche Lokalisierung

Ich nenne dieses Kapitel absichtlich Lokalisation, denn von einer Synchronisation ist weit und breit nichts zu sehen. Lediglich Texte sind auf Deutsch, in der deutschen Fassung. Eine Tatsache die etwas ungünstig ist, denn in diversen Zwischensequenzen, gibt es keine Untertitel. Hinzu kommt noch die schlechte Abmischung zwischen Sprache und Effekten, was es teils schwer macht zu verstehen was gesagt wird. Ist zwar konfigurierbar, aber die Standarteinstellungen würde ich nicht empfehlen.

Story

Spoiler Warnung!

Gut, was soll ich über die Story groß sagen. Die Intro Sequenz fängt auf einer Postapokalyptischen Erde an, Frauen werden von Mutanten an Laserleinen eskortiert.

Während eine Gruppe von Frauen, schwer bewaffnet, gegen die Invasoren kämpft. Wie wir später erfahren der Vereinigte Babe Widerstand (VBW) oder im original Unified Babe Resistance (UBR). Diese versuchen ein Portal zu aktivieren, während auf einem Monitor Duke Nukem auf seinem Motorad zu sehen ist.

Duke Nukem: Land of the Babes - Vereinigter Babe Wiederstand

Dieser betritt sogleich danach einen Strip Club und entspannt etwas. Nur soll der Urlaub, man möchte meinen Duke macht nur Urlaub wenn man nach den vorangegangen Titeln der Duke Nukem 3D Reihe geht, nur von kurzer Dauer sein. Denn zu "selben Zeit", in der Zukunft wie wir kurz darauf erfahren, wird die VBW beim aktivieren des Portals von ein paar Mutanten gestört und versteckt sich.

Aktiviert wird dann das Portal von den etwas Beschränkten Pig-Cops welche auch so gleich durch selbiges schreiten, um in der Vergangenheit bei Duke im Club zu landen. Dieser eröffnet, wie es sich für einen ordentlichen Amerikaner gehört, direkt das Feuer.

Eine Frau des VBW folgt kurz darauf und reicht Duke seine Sonnebrille, die er btw. bereits schon trägt. Nachts. In einem spärlich beleuchteten Club... ... Wie auch immer diese Frau wird dann auch erschossen von einem weiteren Mutanten der durch das Portal schreitet und der Dame in den Rücken schießt. Duke erledigt diesen ebenfalls und springt durch das Portal in die Zukunft.

Duke Nukem: Land of the Babes - Babe übergibt Dukes iconische Sonnenbrille, die er schon trägt.

Warum genau die doch recht stark bewaffneten Mädels sich nicht selber retten können, sondern erst ein Dinosaurier her gebracht werden muss, der genau so, mit den selben Waffen, auf die Invasoren losgeht, vermag ich nicht zu sagen. Ist halt so, aber dennoch irgendwie ein bisschen schade dass die Damen als so hilflos dargestellt werden.

Andererseits wäre es nicht Duke Nukem wenn es anders wäre. Ich meine, was hat man erwartet? Es ist drin was drauf steht.

Die Militärbasis - Die Zukunft

Zum Beginn des eigentlichen Spiles, nach dem Duke durch das Portal geschritten ist, begegnen wir Jane, die uns kurz auf das Laufende bringt. Aliens hab die Erde vor 10 Jahren angegriffen, alle Männer getötet und die Frauen werden versklavt und entführt für dubiose "Geheimeprojekte". Desweiteren wird noch die Anführerin des Widerstandes, Huston, erwähnt und ein Alien-Mutant names Silverback eingeführt, der die Invasion auf die Basis leitet.

Als ersten müssen wir den Strom der Basis wiederhergestellt, und damit geht's auch schon los.

Duke Nukem: Land of the Babes - Jane spricht mit Duke

Während des Spiels funkt uns Jane ab und an an, um die Story etwas voranzutreiben und mit so etwas wie Plot zu füllen. Zum Glück nimmt die Häufigkeit, mit der sie uns kontaktiert im Laufe des Spiels stark ab. Sonst wäre es irgendwann etwas nervtötend geworden, alle 5 Meter wieder "SELECT" drücken zu müssen für das nächste Briefing.

Wurde der Strom wiederhergestellt, funkt uns Jane noch einmal an, um uns zu sagen, dass wir uns mit ihr oben treffen sollen. Natürlich sind die Aufzüge für unseren Helden allerdings alle kaputt. Also müssen wir irgendwie anders nach oben gelangen. Und so landen wir also im Forschungstrakt.

Die Militärbasis - Forschungstrakt

Hier gilt es diverse Puzzel zu lösen. Jane empfiehlt uns durch einen Tauchtank nach oben (?) zu gelangen. Dieser is natürlich verschlossen und man kann ihn nur von Oben betreten. Also müssen wir ein paar Rätsel lösen, ein paar Schalter finden, eine Zentrifuge hinauf klettern um an Schlussendlich durch den Tank zu entkommen.

Eines der kreativeren Level wie ich finde, denn einen Abgrund können wir nur mit etwas "Rückenwind" überqueren, in dem wir einen riesigen Ventilator anschalten. Auch die Tatsache, dass wir im Zero-G Testraum, nicht schweben, sondern stumpf die Zentrifuge hochklettern ist ganz witzig.

Über die Tauchkammer kommen wir irgendwie in einer Toilette wieder raus. Was ein paar Fragen bzgl. der Architektur des Basis aufwirft, aber es ist Duke Nukem, so etwas gehört dazu. Schlussendlich, verlassen wir die Basis dann in dem wir eine bereits platzierte Bombe hochgehen lassen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Bombe

Die Militärbasis - Aussenbereich

Der Außenbereich ist ein vergleichswiese kleines Level. Nicht das andere Level besonders riesig sind, allein schon auf Grund von Hardwarelimitationen, aber der Außenbereich ist wirklich klein. Dort geht es auch nur darum Silverback vom Himmel zu holen. Außerdem, wie kann es anders sein, entführt Silverback noch ein paar Mädels in seinem Kahn unter anderem Huston, die Anführerin der VBW.

Natürlich kann man die Laserflak, die in der Mitte der Karte steht nicht sofort benutzen, sondern wir müssen erst Jane finden, die uns eine Zugangskarte gibt, mit der wir dann die Leiter, die zur Flak führt, freigeben können. Dazu müssen wir aber auch erst einen Strommasten sprengen, so das er ein Gitter auf dem Boden zerstört durch das wir dann hindurch und von unten in einen Turm gelangen. An dessen Spitze befindet sich Jane befindet mit verletztem Bein.

Dabei lässt sich Silverback natürlich nicht lumpen auf uns mit seinem Raumschiff zu schießen, und Gegner erscheinen zu lassen. Zwar laufen ein paar Mädels des Widerstandes auf der Karte herum, die uns unterstützen sollen, aber diese sind mehr Ambiente, als in irgendeiner Art und Weise hilfreich. Sie können zwar, ausnahmsweise, mal nicht getötet werden, aber wirklich Schaden richten sie an den Mutanten auch nicht an.

Dann beginnt eine kurzer "Bosskampf" in dem wir, unbeweglich wie wir sind, auf das Schiff schießen, und ab und an Gegner unter uns weglasern. Wohlgemerkt, die entführten VBW Kämpferinnen sind immer noch an Bord. Die Gegner die am Boden erscheinen sind im übrigen die eigentliche Schwierigkeit hier. Silverback macht nicht besonders viel Schaden am Spieler obwohl man es anders vermuten würde.

Duke Nukem: Land of the Babes - Silverback stürzt ab

Nach erfolgreichem Abschuss, geht es zum Glück automatisch zurück zu Jane und diese teilt uns mit das Berichte hereingekommen sind, dass Silverback in einer Versunkenen Stadt runter gekommen ist. Der Abschuss ist zwar erst ein paar Sekunden her, aber nun ja, es muss ja weiter gehen.

Der Jahrtausendturm - Silverbacks Absturzstelle

Der Jahrtausendturm markiert den Begin der Unterwasserstadt. Hier suchen wir zunächst die Absturzstelle die sich auch tatsächlich recht schnell finden lässt. Diese liegt, wie 90% der Karte, Unterwasser. Außerdem wird sie von einem weiteren Miniboss bewacht, der allerdings ziemlich langweilig ist, da man diesen sehr einfach aus der Deckung heraus angreifen und beisegen kann, ohne auch nur einen Treffer zu kassieren. (Im gezeigten Screenshot jetzt nicht unbedingt, denn habe ich in einem zweiten Durchlauf aufgenommen, im ersten war der Boss aber ein Zero-hit-Run)

Duke Nukem: Land of the Babes - Gunsub

Anschließend finden wir dann das Raumschiff, ohne Silverback aber mit der entführten Kämpferin an Bord. Allerdings ist diese im Schiff eingesperrt.

Um das Raumschiff von Silverback zu öffnen, können wir nicht wie üblich rohe Gewalt anwenden sondern müssen uns tiefer in die Versunkene Stadt begeben und eine Feueraxt aus einer abgesoffenen Feuerwache bergen. Mit dieser können wir dann das Schiff aufstemmen. Die VBW Kämpferin hat im Übrigen, eine Atemmaske, weswegen sie wohl in all der Zeit nicht ertrank.

Duke Nukem: Land of the Babes - VBW Kämpferin in Silverbacks Raumschiff

Nach gelungener Rettung, geht es also weiter und noch tiefer in die Unterwasserstadt denn eine Passage hat sich nun durch die Rettung geöffnet.

Der Jahrtausendturm - Untergeschoss

Eines der nervigsten Level, denn durch herabstürzende Trümmer zu Begin wird die Sauerstoffflasche von Duke beschädigt und die Luft strömt aus.

Zu dem gibt es am Anfang keine Möglichkeit die Luft wieder aufzufüllen. Keine Luftblasen oder Sauerstoffflaschen, wie in späteren Level. Hier steht mal also Erstmal sehr unter Zeitdruck, man kennt die Karte nicht, weiß nicht in welcher Reihenfolge man wo lang muss um dem Ersticken zu entgehen und dann sind da immer noch diese dummen Haie!

Kurz, dieses Level ladet ihr beim ersten Durchlauf sicher mehrere Male neu.

Duke Nukem: Land of the Babes - Duke unter Geröll vergraben

So geht es also unter Zeitdruck darum, Ventilatoren zu deaktivieren und einen Schalter zu finden, der den Wasserpegel senkt. Um anschließend einen alten Boiler unter Druck zusetzten, damit dieser explodiert und den Weg frei gibt. Dabei steigt im übrigen auch wieder das Wasser wieder und der Spaß beginnt von vorn.

Die Versunkene Stadt - Straßen

In den Straßen ist das mit dem Zeitdruck und Ersticken weniger ein Problem, denn nun können wir und an Wasserhydranten ... ja WASSERhydranten, die Luft wieder aufpumpen. Außerdem liegen sporadisch verteilt Sauerstoffflaschen herum. (Man könnte zwar die defekte Flasche einfach ersetzten aber nicht hier ...)

Die Hauptaufgabe in diesem Abschnitt besteht darin ein Terminal in einer alten Bibliothek zu finden um Daten an Jane hochzuladen. Wir erinnern uns, die ganze Stadt ist seit Ewigkeiten unter Wasser. Erfahrungsgemäß funktioniert Technik, die nicht eigens dafür konzipiert wurde, unter Wasser unfassbar schlecht. Aber wie der Zufall es so will, funktioniert es noch und wir können die Daten an Jane übermitteln.

Duke Nukem: Land of the Babes - Terminal in der Stadtbibliothek

Nach wie vor auf der Suche nach Huston erfahren wir außerdem, dass sich unter dem Stadtbrunnen ein geheimer Zugang in eine Kanalisation befindet. Ach ja, kein Spiel ohne Kanalisation ... Wie auch immer, um dort hin zu gelangen müssen wir en Brunnen sprengen.

Dazu öffnet Jane uns die Türen der alten Polizeiwache, der Mechanismus schient auch wasserfest zu sein, und wir besorgen uns etwas Sprengstoff aus der Asservatenkammer. Um die Kammer zu öffnen benötigen wir allerdings noch einen Schlüssel, den ein ertrunkener Pig-Cop in "Pinkys Donuts" um den Hals trägt und irgendwo in der Stadt versteckt liegt.

Haben wir alles beisammen, wird der Brunnen gesprengt und es geht weiter hinter Silverback her.

Die Versunkene Stadt - Kanalisation

Wenigstens steht diese nicht wie der Rest der Stadt auch unter Wasser. Hier wurde sogar daran gedacht, das der Eingang ein U-Förmiges Rohr ist, wo durch es halbweg plausibel ist, dass die Kanalisation nicht auch voll mit Wasser gelaufen ist. Widerspricht zwar der Funktion eines Abwassersystems, dass die Stadt absäuft aber die Rohe das Wasser nicht wegführen, naja was sollst. Endlich kein Ersticken mehr ... oder doch?

Endlich stehen wir Silverback gegenüber, doch aufgrund seiner übel riechenden Natur können wir ihn nicht erreichen. Mir ist zwar ein Rätsel wie in einem vermeidlich geschlossenen Raum, wir erinners uns kein Wasser dringt ein, keines läuft raus, seine Duftnote nur in bestimmten Regionen vor sich hin oxidiert, aber nun ja. Die Mitte des Levels ist auf jeden Fall in eine grünes Gas gehüllt, dass, wenn wir es betreten, Schanden verursacht.

Duke Nukem: Land of the Babes - Silverback in der Kanalisation

Eine Besonderheit an diesem Level ist, dass das Wasser ebenfalls giftig ist, aber nur sobald man taucht. Mit Biomaske, die sich in dem Level ebenfalls finden lässt, kann man jedoch ohne Gefahr den Kopf unter Wasser halten. Man sollte Duke evtl. mal sagen, dass man Wasser nicht atmen kann? Wie dem auch sei. Mit Biomaske kann man im Wasser tauchen, wenn auch nicht zu empfehlen, da wir so die ohnehin stark begrenzte Ladung der Maske nur unnötig aufbrauchen. Diese ist besser investiert, den Jetpack zu finden, die Zweite Maske einzusammeln und schnell auf die andere Seite der giftigen Zone zu gelangen.

Hier erwartet uns ein 3-geteilter Schacht, mit einem Ventilator der uns nach oben bringt und der eigentliche versteckte Eingang zu Silverbacks Geheimbasis darstellt. Also ein doppelt oder dreifach versteckter Eingang. Doch zunächst müssen wir diesen mittels drei Hebeln erst in die richtige Position bringen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Eingang zur Geheimenbasis

Silverbacks Unterschlupf - Obergeschoss

Endlich ist Silverbck zum greifen nahe. In diesem Level erhalten wir eine Tarnwaffe, mit der wir Babes die wir finden unsichtbar machen und zu Jane schicken können.

Eine kleine Star Wars Referenz bezüglich Han Solos in der Gefrierkammer ist hier zu finden:

Star Wars Gefrierkammer Szene Duke Nukem: Land of the Babes - Hannita Solo

Zumindest finde ich dass der orangene Farbton und die tiefgefrorene Widerstandskämpferin definitiv eine Anlehnung and eben jene Szene in Star Wars ist.

Später können wir dann auch noch 3 Babes retten, diese stecken in einer Vorrichtung fest in der sie sich im Kreis drehen. Hätte nur noch gefehlt, dass eine Adaption von "You spin me right round Baby" gespielt worden wäre.

Duke Nukem: Land of the Babes - Silverbacks Versteck, Babes in drehender Vorrichtung

Dann geht es weiter, nach dem wir, tatsächlich das erste mal in diesem Spiel, zwei Schlüsselkarten, eine rote und eine blaue, eingesammelt haben.

Dann, nach einem Mädel, welches uns die kalte Schulter zeigt, später sehen wir uns endlich Silverback gegenüber. Dieser kommt in einem überhaupt nicht übertriebenen Mech-Rüstung daher.

Der Bosskampf selbst ist recht unspektakulär, da Silverback langsamer ist als wir. Während man also rückwärts in den Gang läufen aus dem man kam, können wir in aller Ruhe Silverback erledigen. Das ganze dauert keine 2 Minuten, wenn mans richtig anstellt.

Duke Nukem: Land of the Babes - Silverback in Mech-Rüstung

Abschließend verlassen wir das Geheimversteck durch einen Teleporter, durch den einige der tiefgefrorenen Mädels über ein Schienensstem an der Decke gebracht werden.

Das Bergwerk - Ort Unbekannt

Irgnedwo im Nirgendo, findne wir uns nach zwei kalten Brüsten, in einem Bergwerk wieder. Hier begeben wir uns weiter auf Suche nach Huston, die leider immer noch nicht aufzufinden war. Auch hier können wir einige Babes retten, die als Minenarbeiterinnen beschäftigt sind.

Story technisch passiert hier nicht besonders viel, außer das wir am Ende ein Energiegitter zerstören um in die Fabrikanalge zu gelangen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Das Bergwerk

Die Fabrikanlage - Killer-Fabrik

Nach dem wir das Kraftfeld-Gitter-Ding in den Mienen gesprengt haben befinden wir uns in der Fabrikanlage, auch "Killer-Fabrik" genannt. Dort, werden wir direkt von einem Terminator Babe begrüßt.

Zunächst habe ich erwartet dass wir in diesem Level erfahren, dass alle Frauen in Kampfroboter umgebaut werden, aber dem scheint nicht so. Die Aliens haben einfach, weil sie es können, Roboter in Menschenfrauenform gebaut. Wo für genau sie die fleischigen Babes alle versklaven oder Entführen ist immer nun nicht ganz klar. Aber wie ich Duke Nukem kenne wird es nicht unbedingt aufgelöst, es ist einfach so.

Duke Nukem: Land of the Babes - Terminator Babe

Man kämpft sich also weiter durch das Level bis wir am Ende über einen Teleporter auf einem Schrottplatz landen.

Alien Startrampe - Schrottplatz

Hier wird es noch einmal etwas interessant. Da der Schrottplatz, anders als man es erwartet würde, gleichzeitig ein Hangar ist, aber auch, wie es schient Teil der Terminatorfabrik. Neben einen etwas aus der Reihe gefallenen Bosskampf, mit einer Wand die aus mechanischen Brüsten laser auf uns schießt, das Mutterhirn, erlangen wir hier einen Raumanzug und Schlüssel für ein Raumschiff, plus Raumschiff um auf das Alien Mutterschif zu fliegen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Terminator Babe

Ich lehne mich etwas aus dem Fenster und behaupte dass Mutterhirn, ist die zentrale Kontrollinstanz für die Killerdamen. Aber sicher bin ich mir da nicht so ganz. Es könnte aber auch eine Doom Referenz sein, da man dort auch gegen eine Wand, das Icon of Sin, käpft. Idk.

Haus der Sünden - Hangar

Haus der Sünden, wird das Alien Mutterschiff genannt, auf dem wir landen, nach dem wir Schlüssel, Raumanzug und Raumschiff eingesackt haben. Direkt zu Begin werden wir mit einem Bosskampf begrüßt, ein Affe in einem Mech, schon wieder.

Dieser gestaltet sich als ähnlich klobig wie alle anderen Bosskäpfe, auf Grund der Tatsache das einem die Hände verkrampfen, wenn man versucht zu schießen und seitwärts zu laufen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Haus der Sünden

Besonders anspruchsvoll ist auch dieser Bosskampf nicht, abgeshene davon, dass man ständig irgnedwo hängen bleibt. Beim ersten Versuch, habe ich direkt 3 der 4 extra Leben verbraucht, da ich den Bossbalken nicht jedes mal wieder von vorne leeren wollte. Eine doofe Entscheidung wie mir später bewusst wurde.

Duke Nukem: Land of the Babes - Kleines grünes Männchen

Denn es wird eine neue Art von Gegnern eingeführt, kleine grüne Männchen, die nicht nur fast immer zu zweit oder mehreren Auftauchen, nein sie können uns auch noch einfrieren und während wird gefroren sind weiter Schanden zufügen. Zu dem setzten sie klien Staubaugerroboter ab, die uns zuszusätzlich Schaden zufügen.

Alles in allem echt ätzende Gegner...

In diesem Level befreien wir einge Babes aus der Gefangenschafft, und haben sogar das Glück einige beim Duschen zu überraschen.

Duke Nukem: Land of the Babes - Babes beim Duschen

Außerdem finden wir endlich Huston, retten sie aus einer Gefängniszelle und begeben uns noch tiefer in das Alienmutterschiff. Oder besser weiter nach oben.

Haus der Sünden - Promenade

Die Promenade ist eher eine Art ... ja ich würde sagen großes Alien Bordel. Denn hier finden wir einige Damen in Zellen eingesperrt in dessen Mitte sich herzförmige Betten befinden.

Duke Nukem: Land of the Babes - Promenande, Babes in Gefangenschaft

Das ist auch fast alles was wir in diesem Level machen. Babes retten und Aliens verkloppen. Außerdem habe ich mich hier regelmäßig verlaufen und es gibt noch einen Strib Club.

Duke Nukem: Land of the Babes - Promenande, Strip Club

Der König der Aliens - Tag der Abrechnung

Das Große Finale. Sollte man meinen. Endlich stehen wir dem Drahtzeiehr gegenüber. Ein, wenige überraschend, grünes Alien in einer, weil wir das ja noch nicht hatten, Mech-Rüstung ... Hurra.

Duke Nukem: Land of the Babes - Aliensklaventreiber

Naja, streng genommen ist dieses Level extrem Kurz. Im Schnitt 5 bis 6 Minuten, wobei der Endkampf das am meisten entäuscht. Dieser geht ungelogen nur wenige Sekunden:

Der Weg zum Boss hin, ist allerdings echt nervig, gerade, wie so oft schon erwähnt, der bescheidenen Steuerung zum Dank. Enge Räume mit 3 oder mehr Gegnern, und da soll man sich nicht treffen lassen. Hat man dass allerdings geschafft, sieht man sich alsbald, ich vermutte mal "DAN" gegenüber. Doch wie gesagt, das Vergnügen ist nur von kurzer Dauer.

Operation Repopulation

Was soll ich dazu sagen ... für die Mädels ist es eher so ein "Vom Regen in die Traufe"-Ding. Sie werden zwar nun nicht mehr von Aliens flachgelegt sondern von Duke, aber letztendlich dennoch nur darauf reduziert Brutmaschinen zu sein. In der Welt von Morgen, wo alle Menschen Halbgeschwister sind will, ich auch nicht unbedingt leben wollen.

Ich meine Stell dir das mal vor, du begegnest jemanden, der dir WIRKLICH gefällt, Charakter passt, Aussehen passt, Humor passt ... und dann ist es deine Schwester oder dein Bruder ... wenn auch nur zur Hälfte. Yieks!

Ignoriert den Fakt, dass es Bruder-Schwester Erwachsenen Filme auf Grund bestimmter Neigungen gibt.

Also wenn hier nicht mal einer auf alten Schiffen Segeln lernt, wird der Stammbaum der kommenden Generationen eher so ein Kreis als ein Baum...

Ich würde sagen, als die Story entworfen wurde, waren hier ein paar Jungs etwas zu horny und dem Traum als einziger Kerl in einer Welt von Frauen zu leben erlegen.

Gut das Duke Nukem nicht vom anderem Ufer ist... Zu gegeben, das fände ich sogar mal echt interessant. Ein Homosexueller Duke? Das würd' ich spielen und wäre irgendwie vor dem Üblichen Hintergrund echt ultra witzig.

Klar die Fans würden auf die Barrikaden gehen, aber das würden die Leute so oder so, selbst wenn es noch ein "klassisches" Duke Nukem geben würde.

Notiz an mich Duke Nukem Forever review

Duke Nukem: Land of the Babes - Operation Repopulation

Technik

So viel zur Story des Spiels. Technisch war es mir leider unmöglich herauszufinden was für eine Game Engine für diesen Titel, oder den Vorgänger Time to Kill, verwendet wurde. Die Vermutung geht aber dass es sich um eine eigene n-Space interne Engine handelte. Immerhin sind es die frühen 2000er. Generalisierte Engines waren noch nicht so weit verbreitet.

Auch in den Spieldateien mit einem HexEditor (GHex) rum zu stöbern gab nicht besonders viel Aufschluss, außer das Leutnant DAN nur in Level 14 sein darf. Armer DAN. Ich denke mal DAN ist der 5 Sekunden Endboss des Spiels. Sein Name wird nicht erwähnt. Oder ich habs überhört.

Duke Nukem: Land of the Babes - LT. DAN

Ich gehe daher eher davon aus, dass Spiel und Engine nicht unbedingt getrennt von einander vorliegen sondern Ein und das Selbe sind.

Was ich aber sagen kann ist, dass Land of the Babes die PlayStation regelmäßig an ihre Grenzen bringt. Etwas was mir tatsächlich sonst selten bei einem PSX Spiel aufgefallen ist. Aber je nach Level oder auch Blickrichtung, fallen die Frames merklich in den Keller. Ein Slowdown des Emulators schließe ich hier aus, da der Ton sauber weiter lief ohne das er anfing zu Leiern oder knistern. Das ist normalerweise ein Indiz dafür, dass das System zu langsam ist.

Besonders die letzten paar Level und ganz besonders im Haus der Sünden, sind die FPS merklich unter 24 gefallen je nach dem wo man hinschaut.

Ebenfalls auffällig ist, dass die Musik angehalten wird, sobald Duke einen Kommentar gibt. Was ich etwas merkwürdig finde, wenn man bedenkt, das weder Musik noch Soundeffekte in Zeichensequenzen pausiert werden. Ich nehme nicht an das es sich um eine technische Limitation handelt. Meines Wissens hat die Sound Processing Unit der PSX 24 Kanäle, also sollte sie in der Lage sein bis zu 24 Sounds abspielen zu können.

Fazit

Alles in allem aber ein ganz okayes Spiel. Nicht besonders gut, aber auch nicht so schlimm wie die zu Begin genannten Bewertungen es vermuten lassen. Wenn auch Platt und mit fragwürdigen Inhalten.

Lediglich die Steuerung ist viel zu klobig um gleichzeitig vernünftig laufen und schießen zu können. Geschweige denn einen Gegner anvisiert zu halten und sich ordentlich zu Bewegen. Somit läuft es darauf hinaus, dass der Spieler meist stehen bleibt um Gegner zu bekämpfen. Eine Umstand der besonders in späteren Level mit 3 oder 4 Gegnern gleichzeit ein echtes Problem darstellt.

Besonders negativ habe ich aber die Unterwasserlevel in Erinnerung, da es leicht passieren konnte dass zwei Haie den Spieler soft-locken können. Während der eine Hai den Spieler gepackt hält und schüttelt, läuft das Timeout des zweiten Haies aus, so das dieser wieder den Spieler packen und schütteln kann, kaum das der erste ihn losgelassen hat. Das alles ohne das der Spieler eine Möglichkeit gehabt hätte auch nur einen einzigen Schuß abzugeben.

Auch ein gewissen Delay, zwischen, man hält Kreis gedrückt um entweder Waffe oder Powerup zu wechseln, war deutlich spürbar. Entweder drückte man zu schnell das D-Pad nach unten oder oben und lief umher während man eigentlich die Waffe wechseln wollte. Oder aber man hatte das Gefühl Ewigkeiten warten zu müssen bis mal was passiert. Alternativ kann man aber auch über das Inventar gehen, welches gleichzeitig auch das Spiel pausiert, und somit die einzige Möglichkeit darstellt, während eines Kampfes die Waffe schnell zu wechseln.

Auch nervig ist, wenn man einem Gegner hinterher läuft, da diese bei niedrigen HP Deckung suchen, und Duke sich an halb hohen Kanten andauernd fest hält.

Weiterhin ist auch Obacht geboten, sich in der nähe von Wänden und Kanten zu drehen. Denn die Hitbox von Duke, so fühlt es sich an, ist ein unfassbar großer Klotz. So kann es genre passieren, dass der Spieler sich selber in den Abgrund schiebt, obwohl sich der Charakter augenscheinlich auf der Stelle zu drehen scheint.

Beim Rückwärtslaufen, kann es passieren, dass man gegen den Kopf einer Leiter stößt, auch wenn dort keine Leiterkopf im Weg zu sein scheint, Duke prallt dann von diesen ab und springt nach vorne. Das wiederum macht es schwer Leitern wieder hinunter zu klettern. Also kurz, die Steuerung ist echt Grütze in diesem Spiel.

Nicht desto trotz, wenn ihr ein Duke Fan seid, empfehle ich dennoch der Vollständigkeit zu liebe auch Land of the Babes mal zu spielen. Besonders lang ist das Spiel nicht, wenn man grob 20 Minuten pro Level benötigt. Bei 14 Level sind das so ca. 4 1/2 Stunden Spielzeit. Auch sind die Karten meiß sehr linear, und man kommt so ganz gut druch.

In dem Sinne, Hail to the King Baby!